Zwei Naturfasern mit unterschiedlichen Charakteren. Beide mit langer Geschichte, nachvollziehbaren Eigenschaften und der Fähigkeit, mit der Zeit besser zu werden.
Leinen wird aus dem Stängel der Leinpflanze gewonnen. Die Verarbeitung ist aufwändig, die Faser aber außergewöhnlich langlebig. Europäisches Leinen, besonders aus Belgien, Frankreich und Osteuropa, gilt als Referenz für Qualität.
Was viele zunächst als Steifheit oder Rauheit wahrnehmen, verwandelt sich mit jedem Waschgang in zunehmende Weichheit. Ein gut gepflegter Leinenbettbezug nach zehn Jahren ist meist weicher als nach dem ersten Waschen.
Leinen nimmt Wärme auf und gibt sie ab, je nach Körpertemperatur.
Hohle Fasern lassen Luft zirkulieren. Schwitzen unter der Bettdecke nimmt spürbar ab.
Leinenfasern sind von Natur aus robust und reißfest. Sie werden nicht schwächer, sie werden besser.
Leinen hat antibakterielle Eigenschaften und trocknet schnell. Weniger Waschgänge sind nötig.
Baumwolle ist nicht gleich Baumwolle. Die Qualität hängt entscheidend von der Faserlänge ab. Langstapelige Baumwolle, auch als ägyptische oder Pima-Baumwolle bekannt, bildet längere, feinere Fäden. Das Ergebnis ist ein dichteres, gleichmäßigeres Gewebe mit seidiger Oberfläche.
Für Handtücher bevorzugen wir Frottierwebungen mit hohem Gewicht pro Quadratmeter. Das bedeutet mehr Schlaufen, mehr Absorptionsfläche, mehr Gefühl beim Benutzen.
Klassische Schlingenwebung für maximale Saugfähigkeit. Ideal für Bade- und Handtücher.
Dichtes, glattes Gewebe mit mindestens 200 Fäden pro Zoll. Kühl und glatt auf der Haut.
Glänzende Oberfläche durch besondere Bindung. Weich, aber weniger hitzebeständig als Perkal.
Offene, lockere Webung. Leicht, atmungsaktiv und mit jeder Wäsche weicher werdend.
| Eigenschaft | Leinen | Baumwolle |
|---|---|---|
| Temperaturregulierung | ||
| Weichheit (sofort) | ||
| Langlebigkeit | ||
| Saugfähigkeit | ||
| Pflegeaufwand | Mittel | Gering |
| Entwicklung mit Zeit | Wird weicher | Stabil |